Romantik
Hochsensibilität,  Lifestyle/ Fashion

Romantik: Wieso nicht mal gefühlvoller?

Warum es für große Gefühle nicht zwingend rote Rosen braucht…

Romantik. Manche wollen sie, manche eher weniger. Während manche Frauen von roten Rosen und von Gefühlsbekundungen-triefenden Liebesbriefen verwegen dahinträumen, sind es oft auch Männer, welche an der Verwirklichung der rot-rosa-wolkigen Sehnsüchte ihrer Liebsten gerne hin und wieder in Verzweiflung geraten.

Dutzende Filme, Serien, Talkshows, Nachrichtenmeldungen oder Radiobeiträge scheinen uns genau vorgeben zu wollen, was es denn bedeutet, romantisch zu sein und wie Romantik denn nun bitteschön hat umgesetzt zu werden. Bei all den Vorgaben und Erwartungsdruck scheinen somit die zusätzlichen Erwartungen der Liebsten sowieso gar nicht mehr nötig zu sein, um vor Überforderung schier davonlaufen zu wollen (Erfahre hier mehr zum Thema Gesellschaftskritik).

Doch ist Romantik wirklich immer mit dem Klischee der roten Rosen gleichzusetzen? Existiert überhaupt eine Romantik abseits vordefinierter gesellschaftlicher Erwartungen?

Da ich mich zugegebenermaßen auch zu den hoffnungslos-romantischen Fällen unserer Gesellschaft zähle, habe ich mir zu dem Thema „Romantik“ ein paar tiefgehendere Überlegungen gemacht und möchte hiermit gerne meine Erkenntnisse über „rote Rosen und mehr“ mit euch teilen.

Vorstellungen & Klischees über Romantik

Der junge Verehrer, der nachts mit Steinen gegen das Fenster der Angehimmelten wirft, nur um ihre Aufmerksamkeit zu erwecken (und hiermit verbunden wahrscheinlich auch gleich die des ganzes Hausstandes). Der edle Prinz, der seine neue Flamme mit Pferdekutsche um Punkt Mitternacht abholt und zu einem geheimen Ort für ihr gemeinsames Treffen entführt. Oder der „coole Typ“ von nebenan der seine Auserwählte mit einem vor der Haustüre abgelegten Strauß 100 roter Rosen überrascht, ohne jedoch ein Namenskärtchen hinzuzufügen.

Romantik kennt viele Wege. Und noch mehr Wege werden uns unter anderem etwa in den wildesten und ausgefallensten Versionen unterschiedlichster romantischer Filme vermittelt. Während so manche Filmszene mehr oder weniger erzwungen zum herzerweichten „Ohhh“ verleitet, beginnt nur kurz zeitlich versetzt bereits eine kleine Stimme im Hinterkopf zu fragen, wann und ob es denn überhaupt eine realistische Chance auf eine genau solche Szenenverwirklichung im eigenen Leben gibt?

Seien wir ehrlich: auch wenn Romantik ebenso im realistischen Leben existieren kann, in der Form von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wird es dann wohl doch eher schwierig zu einer tatsächlichen Umsetzung kommen können.

Doch bedeutet das nun, dass wir auf Romantik im echten Leben verzichten müssen bzw. jegliches romantisches Denken lieber auf eine unerfüllbare illusionäre Vorstellung abschieben?

Nein, das müssen wir auf gar keinen Fall!

Denn Romantik kann auch abseits gebräuchlicher Klischees und roter Rosen stattfinden.

Romantik im Alltag

Im Folgenden möchte ich dir daher 6 Möglichkeiten vorstellen, um auch ohne rote Rosen mehr Romantik in dein Leben zaubern zu können:

6 Möglichkeiten für mehr Romantik in deinem Leben

1 .Bewusst Zeit zu zweit schaffen

In einer Zeit, in der Schnelllebigkeit, Leistung und digitale Medien scheinbar unvermeidlich zum Alltag gehören, ist es umso wichtiger, bewusst auch Zeit für die (romantische) Liebe einzuräumen. Indem du dir bewusste Auszeiten für die Liebe schaffst, erfährt deine Beziehung automatisch ein höheres Level an Vertrautheit und somit auch romantischer Zweisamkeit, ohne von äußeren Einflüssen gestört zu werden.

2. Sich mit Kleinigkeiten überraschen

Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, um deinem Gegenüber eine von Herzen kommende Freude zu bereiten! Überrasche deinen Herzensmenschen mit einer Kleinigkeit, um gezielt romantische Gefühle in der Luft zu versprühen. Wie wäre es, wenn du statt einem gekauften Strauß roter Rosen einen selbstgepflückten Blumenstrauß von einer Wiese mitbringst? Deiner*m Liebsten mit seinem Lieblingsessen überrascht? Oder kleine Liebesbotschaften im Alltag versteckst?

3. Eine Liste über all die Dinge, die ich an dir liebe

Für all diejenigen, die ihre Liebesbriefe aus der 6. Klasse lieber in der eigenen Schreibtischschublade versteckt haben als sie der/dem Adressantin/en zu übermitteln, gibt es hier die perfekte Alternative: Schreibe eine Liste! Und zwar mit all den Dingen, für die du deine*n Liebste*n so sehr liebst. Vielleicht erhältst du sogar eine im Gegenzug. In schwierigen Zeiten könnt ihr einfach eure Liste zur Hand nehmen und euch alle wundervollen Aspekte eurer Liebe wieder ins Gedächtnis rufen.

4. Den Moment genießen & Achtsamkeit üben

Wann hast du das letzte Mal Zeit mit deiner*m Liebsten verbracht, nur um der Zeit willen. Eine achtsame und bewusste Haltung kann helfen, den Moment mit deiner*m Liebsten in noch volleren Zügen zu genießen und für die kleinen Zauber im Leben die Augen öffnen zu können. Macht zum Beispiel einen Spaziergang in der Natur oder schlendert zusammen durch verwinkelte Gassen und spürt in vollen Zügen die Gegenwart des jeweils anderen. Öffnet euch für den Moment mit allem, was er zu bieten hat.

5. Durch Zuhören & Kommunikation Verbindung & Intimität schaffen

Womit wir auch bereits beim letzten und wohl wichtigsten Punkt für eine romantische und vertraute Basis zwischen zwei Menschen wären: Zuhören und Kommunizieren! Und mit Zuhören geht es nicht nur darum, zu hören, was der andere sagt, sondern es vor allem auch zu verstehen. Durch eine offene und vertrauensvolle Kommunikation, behutsames Achten der Bedürfnisse des jeweils anderen, schaffst du die perfekte Basis für intime, romantische Gefühle und damit verbunden auch seeehr viel weitere Romantik in der Luft zwischen euch!

Das waren meine 6 Möglichkeiten, wie auch Du ganz ohne rote Rosen mehr Romantik in dein Leben zaubern kannst. Du fragst dich wo der sechste Punkt bleibt? Man soll aufhören wenn’s am schönsten ist!

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